Rauchmelder-Platzierung

Wohin soll der Rauchmelder?

Das durchdringende Piepsen eines Rauchmelders kann Leben retten. Berlin gehört zum letzten Bundesland, welches die Rauchmelderpflicht eingeführt hat. Aus diesem Grund ist Anfang 2017 für Berlin ein neues Gesetz in Kraft getreten. Demnach müssen in neu gebauten Wohnungen Rauchmelder angebracht werden. Für Bestandswohnungen greift eine Übergangsregelung, die besagt, dass bis 2020 alle Wohnungen mit einem Rauchmelder ausgestattet sein müssen. Eigentümer von Wohnungen werden per Gesetz verpflichtet, die Rauchmelder anzubringen.

In welchen Räumen sind Rauchmelder Pflicht?

In allen Wohn-, Kinder- und Schlafzimmern muss ein Rauchmelder installiert werden. Dies gilt auch auf den Fluchtwegen aus diesen Zimmern. Fluchtwege sind meist Flure oder der Windfang. Solange Küche und Bad nicht Teil des Fluchtweges sind, gilt für sie keine Rauchmelderpflicht. Rauchmelder müssen ausschließlich in der Wohneinheit angebracht werden, das bedeutet, im Treppenhaus, Keller oder Garage müssen sie nicht montiert werden.

Rauchmelder retten Leben

Rauchmelder sollten an der Decke eines Raumes platziert werden, denn der Rauch steigt nach oben und sammelt sich dort. Schlägt der Rauchmelder Alarm, haben die Bewohner noch ausreichend Zeit, ein kleines Feuer zu bekämpfen oder sich in Sicherheit zu bringen. Die Feuerwehr Berlins erläutert hierzu, dass die meisten Menschen bei einem Brand nicht durch das Feuer ums Leben kommen, sondern durch den Rauch. Ist das Zimmer mit Rauch angefüllt, dann reichen in der Regel 3 Atemzüge, um bewusstlos zu werden. Durch die Lautstärke, die ein Rauchmelder bei Alarm verursacht, werden oftmals Nachbarn alarmiert, die dann zur Hilfe eilen können.

Bad und Küche – Rauchmelder sinnvoll?

Wie erwähnt, müssen in Bädern und Küchen keine Rauchmelder platziert werden. Dies liegt an dem Wasserdampf der in der Küche oder im Bad der einen Fehlalarm auslösen kann. Dennoch ist es sinnvoll, in der Küche einen Rauchmelder zu installieren. Gerade wenn Fett sich in einer Pfanne übermäßig erhitzt, kann es schnell zu einem Brand kommen. Desweiteren bürgen Haushaltsgeräte wie Toster, oder Wäschetrockner eine unterschätze Brandgefahr. Die Hersteller haben auf mögliche Fehlalarme durch Wasserdampf reagiert und es gibt spezielle Melder für Küchen. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass bei einem Fehlalarm direkt die Feuerwehr alarmiert wird. Tatsächlich soll das Piepsen und Blinken des Rauchmelders ausschließlich die Bewohner in Alarmbereitschaft setzen, dass sie bei einem Brand die Feuerwehr rechtzeitig alarmieren können.

Unbedingt bei der Rauchmelder-Platzierung beachten

Die Platzierung von Rauchmeldern ist gesetzlich geregelt. Wer Rauchmelder selber anbringen möchte, muss Punkte beim Platzieren des Rauchmelders beachten. Der Rauchmelder muss an der Zimmerdecke angebracht werden, so kann bei einem Feuer der nach oben steigende Rauch schnellst möglich erkannt werden. Des Weiteren muss er mindestens 50 cm von den Wänden montiert werden und sollte sich in einer waagerechten Position befinden. In der Nähe eines Luftschachtes sollte die Montage des Melders vermieden werden, durch Zugluft kann der Rauch vom Melder weggeleitet werden und es wird kein Alarm ausgelöst. Wenn nicht ein spezieller Melder genutzt wird, sind Küche und Bad von der Installation auszuschließen, dort entsteht oft starker Dampf, der zu Fehlalarmen führen kann. Auf keinen Fall darf ein installierter Rauchmelder überklebt, überstrichen oder in einer sonstigen Form verdeckt werden. Die Dachschräge ist bei der Montage des Rauchmelders ein Sonderfall. In Dachschrägen bilden sich im Falle eines Brandes Wärmepolster, die das Eintreten von Rauch verhindern. Aus diesem Grund muss der Rauchmelder in einer Entfernung von 50 – 100 cm zur Deckenspitze montiert werden. In Sonderfällen kann der Rauchmelder an der Wand montiert werden. Dies gilt, wenn die Festigkeit der Decke zu gering ist. Der Melder sollte 0,3 bis 0,5 m unterhalb der Raumdecke platziert werden. Prinzipiell muss nach DIN 14604 darauf geachtet werden, dass der Rauchmelder laut Anhang F für die Wandmontage geeignet ist.