Rauchmelder Küche

Sind Rauchmelder für die Küche sinnvoll?

Immer wieder stellen sich Eigentümer und Mieter die Frage, ob es sinnvoll ist, in der Küche einen Rauchmelder zu installieren. Ein Praxistest von Experten soll diese Frage beantworten. Dazu wurden verschiedene Geräte sowohl in offenen Wohnküchen als auch in geschlossenen Küchen einem Test unterzogen, damit Rückschlüsse gezogen werden konnten, wie schnell solch ein Melder einen Alarm auslöst.

Warum entstehen so viele Brände in der Küche?

Die Hauptursache für Küchenbrände sind in den meisten Fällen die Herde, wobei hier nur selten von einem elektrotechnischen Defekt ausgegangen werden kann. Die Brände sind in aller Regel auf menschliches Versagen zurückzuführen. Nicht selten wird nach dem Kochen vergessen, die Herdplatte auszuschalten, es werden gefüllte Töpfe und Pfannen auf den Herdplatten vergessen, deren Inhalt verdampft und es dann zu einer akuten Brandgefahr kommt. Ebenfalls sind vergessene Gegenstände wie Handtücher oder Spüllappen in der Nähe von Herdplatten Auslöser für verheerende Brandkatastrophen. Immer wieder trifft man auf Menschen, die versuchen brennendes Fett mit Wasser zu löschen. Dadurch kommt es zu einer gewaltigen Stichflamme, die die Küche in wenigen Sekunden in Brand setzen kann. Brennende Pfannen und Töpfe sollten immer mit einem Topfdeckel oder einer Löschdecke gelöscht werden. Elektrische Defekte rühren von Geräten her, die in jeder Küche zu finden sind und oftmals ohne Beobachtung ihren Dienst verrichten. Die Rede ist von Geschirrspülern, Kaffeemaschinen und auch Küchenmaschinen.
Einsatz in Küchen prinzipiell sinnvoll – ja oder nein?
Gerade in der heutigen Zeit wird in Küchen nicht mehr nur gekocht, sondern die Küche ist Mittelpunkt für Familie und Freunde. Es wird sich in der Küche zum gemütlichen Beisammensein getroffen oder es werden innerhalb der Familie Hausaufgaben und Ähnliches in der Küche erledigt. Tatsächlich ist es so, dass in Privathaushalten die meisten Brände in der Küche ihren Anfang nehmen. Eine geführte Schadensdatenbank von Experten belegt, dass 39 % aller Brände in privaten Haushalten ihren Ursprung tatsächlich in der Küche haben. Von dieser Schadendatenbank ausgehend ist ein Rauchmelder in der Küche tatsächlich sinnvoll. Leider gibt es auch Umstände, die dem Einbau widersprechen.

Was spricht gegen einen Einsatz in der Küche?

Die Funktionsweise von üblichen Rauchmeldern ist schnell erklärt. In der Rauchkammer des Rauchmelders agiert ein Lichtbündel, das durch eintretende Schwebeteilchen gestreut wird. Der Rauchmelder gibt Alarm. Durch das Kochen von Speise steigt Wasserdampf auf, ein normaler Rauchmelder kann nicht zwischen Wasserdampf und Rauch unterscheiden. So schlägt der Rauchmelder Alarm, obwohl nichts brennt.

Welche Geräte sollten in der Küche zum Einsatz kommen?

Wie bereits erwähnt, sollte von einem herkömmlichen Rauchmelder in der Küche Abstand genommen werden. Es gibt zwei Alternativen, die für die Küche geeignet sind. Zum einen sind das Hitzemelder, die oft als Wärmemelder oder Thermomelder bezeichnet werden und auf der anderen Seite küchentaugliche Rauchmelder, die speziell auf diesen Einsatz getestet wurden.
Der Hitzemelder reagiert im Gegensatz zu einem herkömmlichen Rauchmelder nicht auf Rauch, sondern er misst die Umgebungstemperatur. Die Geräte warnen bei rascher Hitzeentwicklung oder beim Erreichen von bestimmten Grenzwerten, die meist zwischen 57 und 58 Grad liegen.